• Fortuna Düsseldorf U23 - SG Wattenscheid 09 am 30 Apr 2017 um 14:00 Uhr,
    in 2 Tagen und 21:10 Stunden.
  • SG Wattenscheid 09 - Rot-Weiss Essen am 05 Mai 2017 um 19:30 Uhr,
    in 8 Tagen und 02:40 Stunden.

15 MINUTEN FEHLTEN DER SG 09 ZUR POKALÜBERRASCHUNG GEGEN HEIDENHEIM – POKALAUS NACH UNGLÜCKLICHER 1:2-NIEDERLAGE GEGEN DEN ZWEITLIGISTEN

14074425_1161123120614904_1476249314_o(dk) Der Pokal hat seine eigenen Gesetze! Das erlebten die  3323 Zuschauer am Sonntagabend in der Wattenscheider Lohrheide, denn die SG Wattenscheid 09 beherrschte über weite Strecken den Zweitligisten 1. FC Heidenheim und sah lange Zeit, wie der verdiente Sieger aus. Das es letzlich anders kam und sich der Favorit aus Liga 2 doch noch durchsetzen konnte, war für alle Nullneuner an diesem Abend eine bittere Enttäuschung, doch schon heute wird der Stolz auf die gezeigte Leistung überwiegen.

Farat Toku brachte dieselbe Startformation auf das Spielfeld, wie beim 2:0-Auswärtserfolg vergangene Woche Samstag bei der Zweitvertretung des FC Schalke 04 und von Beginn an zeigte seine Mannschaft eine engagierte, starke Leistung und stellte Heidenheim vor große Probleme. Die Nullneuner ließen den Favoriten nicht zur Entfaltung kommen und hatten ihrerseits in der 22. Spielminute die Möglichkeit zur Führung. Daniel Keita-Ruel spielte einen herrlichen Pass in den Lauf von Jonas Erwig-Drüppel, der allein auf das Heidenheimer Tor zulaufen konnte, doch sein Linksschuss ging Zentimeter am Tor vorbei. Im Gegenzug hatte Tim Kleindienst die einzige Torchance für den 1. FC Heidenheim in Halbzeit 1, als er nach einer Hereingabe von Feick mit der Fußspitze an den Ball kam, allerdings ging der Ball am Tor vorbei.

In der 30. Minute fiel dann der Führungstreffer für die SG 09 und die Fans in der Lohrheide waren aus dem Häuschen. Manuel Glowacz flankte einen Freistoß in den Strafraum der Gäste, Kapitän Nico Buckmaier verlängerte per Kopf und Demir Tumbul versenkte ebenfalls per Kopf zum 1:0. Bis zum Pausenpfiff durch Schiedsrichter Timo Gerach passierte nicht mehr viel und so ging es mit der verdienten Führung für die SGW in die Kabine.

In der 2. Halbzeit veränderte Gästetrainer Frank Schmidt das Spielsystem. Er brachte für Daniel Titsch-Rivero den baumlangen Stürmer John Verhoek, der fortan neben Denis Thomalla der Anspielpunkt der lang geschlagenen Bälle sein sollte. Die Nullneuner brauchten zunächst einige Minuten, um sich darauf einzustellen und gerieten etwas unter Druck, ohne allerdings große Tormöglichkeiten für die Gäste zuzulassen.

Ab Mitte der 2. Halbzeit kamen die Nullneuner wieder deutlich besser ins Spiel und konnten Heidenheim weitgehend vom eigenen Tor fernhalten. Berkant Canbulut hatte in der 65. Spielminute plötzlich etwas Platz vor dem Strafraum vom 1. FC Heidenheim, doch sein Schuss aus 18 Metern Torentfernung wurde noch so gerade geblockt vom langen Bein von Heidenheims Verteidiger Beermann.

Trainer Frank Schmidt wechselte kurz darauf letztmals aus und brachte mit dem ehemaligen Kölner Bard Finne eine weitere Offensivkraft in das Spiel und dieser Bard Finne sorgte für reichlich Wirbel in der Wattenscheider Spielhälfte. In der 75. Minute sorgte eine Kombination über Finne, Atenga und letztlich Verhoek zum 1:1, wobei der Torschütze Verhoek stark abseitsverdächtig vollendete.

In der 79. Spielminute konnte Heidenheim die Partie gar komplett drehen. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld entwickelte sich ein folgenschwerer Konter, den Denis Thomalla zur Führung nutzte, als er von Finne freigespielt wurde.

In den verbleibenden Minuten versuchten die Nullneuner noch einmal alles, um noch den verdienten Ausgleich zur Verlängerung zu erzielen. Kurz vor dem Ende scheiterte der eingewechselte Burak Kaplan per Freistoß an Kevin Müller und Schiedsrichter Gerach beendete kurz darauf das Spiel.

So endete der erste Pokalauftritt der SGW nach elf Jahren Abstinenz mit einer unglücklichen 1:2-Heimniederlage, aber vorrangig mit einer großen Portion Stolz auf alle Beteiligten 09er.

Kommentar Farat Toku (Cheftrainer der SG Wattenscheid 09): “Ich bin einfach nur stolz auf meine Mannschaft, die einen etablierten Zweitligisten am Rande einer Niederlage hatte und eine tolle Leistung ablieferte. Das Heidenheim in der zweiten Halbzeit umstellen musste und nur noch mit langen Bälle operierte, zeigt, dass wir nicht viel falsch gemacht haben.”

Kommentar Frank Schmidt (Cheftrainer des 1. FC Heidenheim): “Die erste Halbzeit war von meiner Mannschaft gar nichts, was aber auch an starken Wattenscheidern lag, die uns nicht zur Entfaltung kommen ließen. Zur Pause habe ich umgestellt und einfachen Fußball spielen lassen, nämlich lange Bälle auf Thomalla und Verhoek spielen und auf die zweiten Bälle gehen. Im Pokal geht es letztlich um das Weiterkommen und das ist uns, sicherlich etwas glücklich, gelungen.”

Mannschaftsaufstellungen:

SG Wattenscheid 09: Sancaktar; Bah-Traore, Clever, Jakubowski, Langer; Tumbul (81. Dias); Glowacz, Buckmaier, Canbulut (78. Yilmaz), Erwig-Drüppel (85. Kaplan); Keita-Ruel

1. FC Heidenheim: Müller; Becker, Kraus, Beermann, Feick; Rasner (36. Atanga), Griesbeck, Titsch-Rivero (46. Verhoek); Kleindienst (74. Finne), Thomalla, Schnatterer

Schiedsrichter: Timo Gerach

Tore: 

1:0 Tumbul (30.)

1:1 Verhoek (75.)

1:2 Thomalla (79.)

Zuschauer: 3323

Nächstes Spiel:

Westfalenpokal 1. Runde

Donnerstag, 25. August 2016 – 19.30 Uhr

SG Wattenscheid 09 – Firtinaspor Herne

Lohrheidestadion, Lohrheidestr. 82, 44866 Wattenscheid 

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